MAN senkt Treibhausgas-Emissionen

MAN senkt Treibhausgas-Emissionen

MAN senkt Treibhausgas-Emissionen an seinen Standorten um über 50 Prozent gegenüber 2019

  • Reduktion der Treibhausgasemissionen an den weltweiten Unternehmensstandorten um 51,2 Prozent
  • Reduktion der Treibhausgasemissionen pro Fahrzeugkilometer der von MAN verkauften Produkte um 12,8 Prozent
  • 95 Prozent Verwertungsquote der Produktionsabfälle
  • MAN Lion’s City E Marktführer 2023 bei vollelektrischen Stadtbussen in Europa
  • Verkaufsstart der schweren Elektro-Lkw-Baureihe MAN eTGX und MAN eTGS im Oktober 2023

Bereits für das Jahr 2023 verzeichnet MAN Truck & Bus bei der Erreichung seiner Nachhaltigkeitsziele deutliche Fortschritte. Dies geht aus dem nun veröffentlichten Nachhaltigkeitsbericht für das Berichtsjahr hervor. So konnte das Unternehmen beispielsweise seine Treibhausgasemissionen an den weltweiten Unternehmensstandorten um mehr als 50 Prozent reduzieren.

Wissenschaftsbasierte Ziele nach SBTi

Mit dem Beitritt zur Klimaschutzinitiative „Science Based Targets initiative (SBTi)“ 2021 wurden verbindliche und wissenschaftsbasierte Ziele zur Reduktion der klimaschädlichen Treibhausgasemissionen gesetzt: Bis zum Jahr 2030 sollen an den weltweiten Unternehmensstandorten von MAN 70 Prozent der Treibhausgasemissionen (THG) im Vergleich zum Basisjahr 2019 eingespart werden (Scopes 1 und 2). Mit Abschluss des Jahres 2023 konnte hier bereits eine Reduktion um 51,2 Prozent verzeichnet werden.

Der THG-Flottenausstoß pro Fahrzeugkilometer der von MAN verkauften Trucks, Busse und Vans (Scope 3) soll bis 2030 um 28 Prozent im Vergleich zu 2019 sinken. Im Berichtsjahr 2023 konnten hier eine Reduktion um 12,8 Prozent erreicht werden.

„MAN Truck & Bus blickt wirtschaftlich auf ein äußerst erfolgreiches Jahr 2023 zurück. Gleichzeitig konnten wir, trotz des deutlich gestiegenen Produktionsoutputs, unsere Treibhausgasemissionen an den globalen Standorten weiter stark reduzieren. Eine Leistung, auf die wir besonders stolz sind. Und auch der Hochlauf unseres Produktportfolios hin zu alternativen Antrieben konnte 2023 mit der Marktführerschaft bei vollelektrischen Standbussen sowie dem Marktstart unseres eTrucks wichtige Meilensteine auf dem Weg zur Dekarbonisierung erreichen“, sagt Alexander Vlaskamp, Vorstandsvorsitzender von MAN Truck & Bus.

Dekarbonisierung mittels alternativer Antriebe

In der Nutzungsphase der neu verkauften MAN Produkte fielen 2023 mehr als 96 Prozent der Treibhausgasemissionen des Unternehmens an. Deshalb liegt in der Umstellung der Fahrzeugflotte auf alternative Antriebe der größte Hebel für den Nutzfahrzeughersteller, um die ambitionierten CO2-Ziele zu erreichen.

Bei den vollelektrischen Stadtbussen ist es MAN gelungen, nur vier Jahre nach Marktstart des MAN Lion’s City E, im Jahr 2023 Marktführer in Europa zu sein. Und auch der Hochlauf der vollelektrischen Lkw nimmt mit dem Verkaufsstart von MAN eTGX und eTGS im Oktober 2023 weiter Tempo auf. Bereits 2024 sollen hier erste Fahrzeuge an Kunden gehen. Ergänzend zum rein batterie-elektrischen Antrieb sieht MAN Wasserstoff-basierte Antriebssysteme. Eine Kleinserie eines Lkw mit Wasserstoffverbrenner-Technologie (MAN hTGX), der als Zero Emission Vehicle (ZEV) klassifiziert sein wird, soll bereits 2025 an erste Pilotkunden ausgeliefert werden.

CO2-arme Produktion

Durch den konsequenten Umbau und die Modernisierung der Energieversorgung, die Nutzung erneuerbarer Energiequellen und Maßnahmen zur Energieeffizienz sollen die Scope 1 und 2 Treibhausgas-Emissionen noch weiter reduziert werden.

Um diese ambitionierten Einsparziele zu erreichen, setzt MAN einen umfangreichen Maßnahmenkatalog um. Die Energieversorgung an den Produktionsstandorten wird schrittweise auf Strom und Wärme aus erneuerbaren Energiequellen umgestellt. Dies beinhaltet neben dem externen Bezug von erneuerbarer Energie auch die Installation von Photovoltaikanlagen, wie beispielsweise in Südafrika oder Ankara. Am Werk in Krakau wurde die Gasheizung auf eine CO2-ärmere Holzpellet-Heizung umgestellt. Der Standort  Nürnberg wurde außerdem an ein Fernwärmenetz angeschlossen und für das Stammwerk in München ist die Nutzung von Geothermie in der Planung.

Bei der  Energieversorgung wird schrittweise der Anteil von  erneuerbaren Energieträgern aus sogenannten „PPA“ – Power Purchase Agreements erhöht. Damit wird der direkte Bezug von Solarenergie oder Windenergie sowie die Planungssicherheit der Energieversorgung gesteigert.

Kreislaufwirtschaft

In Zeiten von Rohstoffknappheit sieht MAN im Modell der Kreislaufwirtschaft einen wesentlichen Beitrag zur Wertschöpfung und zum Umweltschutz gleichermaßen. Dazu gehört ein effizienter und verantwortungsvoller Umgang mit Rohstoffen, die Wiederverwendung von Bauteilen und Komponenten sowie die Vermeidung von Umweltverschmutzung. Im Berichtsjahr lag Verwertungsquote der Produktionsabfälle bei 95 Prozent.

MAN ist offizieller Ausrüster des Ducati Lenovo Teams

MAN ist offizieller Ausrüster des Ducati Lenovo Teams
  • Vier neue MAN TGX 18.520 für das Ducati Lenovo Team in der MotoGP
  • Die weitere Zusammenarbeit zwischen den beiden Marken des Volkswagen Konzerns umfasst die Rennsaison 2024 und 2025
  • MAN CEO Alexander Vlaskamp: „Eine wichtige Zusammenarbeit zwischen zwei starken Marken der Volkswagen Gruppe“
  • Ducati-CEO Claudio Domenicali: „Mit MAN haben wir einen starken und zuverlässigen Partner“

Ducati und MAN Truck & Bus sind nicht nur jeweils Marken des Volkswagen Konzerns, sie stehen auch beide für innovative Technologien. Deshalb transportieren nun vier neue MAN TGX 18.520 sowohl die Ausrüstung (d.h. Motorräder, Werkstattequipment und Ersatzteile) als auch die Hospitality-Auflieger des Ducati Lenovo Teams zu allen europäischen Strecken der MotoGP-Weltmeisterschaft.

Die Fahrzeuge wurden nun an der Ducati-Zentrale in Borgo Panigale (Bologna) von Marc Martinez, Geschäftsführer von MAN Truck & Bus Italien, an Ducati-CEO Claudio Domenicali übergeben.

„Die vier neuen MAN Trucks mit ihren 520 PS stehen für Technologie, Komfort, Leistung und effizienten Kraftstoffverbrauch. Diese Eigenschaften braucht es, um das Ducati Lenovo Team bestmöglich zu den europäischen Rennstrecken der MotoGP-Meisterschaft zu bringen“, sagte Claudio Domenicali, CEO von Ducati. „MAN ist sicherlich der beste Partner, mit dem wir in diesem Bereich zusammenarbeiten können.“

Die MotoGP stellt die absolute Spitzenklasse des Motorradrennsports dar. In den letzten beiden Jahren wurde ein Fahrer des Ducati Lenovo Teams Weltmeister.

Alexander Vlaskamp, CEO von MAN Truck & Bus SE: „Die Kooperation stellt eine wichtige Zusammenarbeit zwischen zwei starken Marken des Volkswagens Konzerns dar. Ducati und MAN sind jeweils ein Synonym für Emotionalität und Performance. Die Partnerschaft lädt unsere Marke international emotional auf.“

„Ich bin besonders stolz auf diese Auslieferung, die eine weltberühmte italienische Marke würdigt und das Image von MAN auf dem italienischen Markt weiter stärkt. Die Partnerschaft ist ein weiterer Schritt auf dem Wachstumspfad, den wir in den letzten zwei Jahren eingeschlagen haben, und festigt die Strategie der Zusammenarbeit innerhalb der Volkswagen Gruppe“, sagte Marc Martinez, Geschäftsführer von MAN Truck & Bus Italia.

Die vier MAN TGX 18.520, natürlich in der typischen roten Farbe von Ducati, sind mit dem größten GX-Fahrerhaus ausgestattet und werden von einem 12,8-Liter-Reihensechszylinder-Dieselmotor mit 520 PS und maximalem Drehmoment von 2.650 Nm angetrieben. Aus der umfassenden Ausstattung sticht darüber hinaus das Spiegelersatzsystem MAN OptiView hervor. Das Kamerasystem ersetzt die Rückspiegel und ermöglicht so eine bessere Sicht auf das Umfeld des Fahrzeugs, was der Sicherheit des Fahrers, der Ladung, aber vor allem anderer Verkehrsteilnehmer – wie Motorrad- oder Radfahrern und Fußgängern – zugutekommt.

Besonderes Augenmerk liegt zudem auf dem Fahrerkomfort und der Ergonomie an Bord. So sind die Trucks mit luftgefederten Ledersitzen mit Lendenwirbelstütze und Schulterverstellung, einem Multifunktionslenkrad, einer digitalen 12,3″-Instrumententafel, MAN EasyControl zur Bedienung von vier Funktionen direkt von der geöffneten Fahrertür aus, Betten mit Lattenrost und Kopfteilverstellung, einem ausziehbaren Kühlschrank, verschiedenen Staufächern, 12- und 24-V-Steckdosen und USB-Anschlüssen, MAN SmartSelect für komplettes Infotainment-Management und integriertem Navigationssystem, MAN Soundsystem und der MAN RIO Box ausgestattet. Letztere ermöglicht die Aktivierung aller digitalen Dienste – vom Flottenmanagement über vorausschauende Wartung bis hin zu Software-Updates over the air.

MAN eTruck nimmt weiter Fahrt auf

MAN eTruck nimmt weiter Fahrt auf
  • Nur sieben Monate nach Verkaufsstart: Fast 2.000 Bestellanfragen und Bestellungen für neuen eTruck 
  • Fast alle Fahrzeuge der ‚Exclusive Early Fleet‘ verkauft 
  • Bislang größter Einzelauftrag: 100 eTrucks an Jacky Perrenot in Frankreich
  • Auch Verkäufe bei kommunalen Kunden ziehen an
  • MAN Vertriebsvorstand Friedrich Baumann: „Großes Kundeninteresse – Verkaufsstart hat Erwartungen übertroffen“

„Wir nehmen weiter Fahrt auf beim Thema Elektromobilität. Der eTruck kommt sehr gut bei unseren Kunden an. Der Verkaufsstart hat unsere Erwartungen übertroffen“, so Friedrich Baumann, Vertriebsvorstand bei MAN Truck & Bus auf der Vorpressekonferenz der IAA Nutzfahrzeuge am Dienstag in Frankfurt am Main. Für die neuen eTrucks MAN eTGX und MAN eTGS liegen rund sieben Monate nach Verkaufsstart bereits fast 2.000 Bestellanfragen und Bestellungen vor.

Die Nachfrage hat zusätzliches Momentum durch die jüngste erhebliche Ausweitung des Portfolios erhalten: Die neuen eTGX- und eTGS sind seit kurzem in mehr als einer Million möglicher Varianten konfigurierbar – mit einer Vielzahl an Radständen, Fahrerhäusern, Motor-Leistungen, Batteriekombinationen und Branchen-Ausstattungen. „Seit wir das verbreiterte Portfolio auf der Messe IFAT vorgestellt haben, hat die Kundennachfrage insbesondere im kommunalen Bereich noch einmal deutlich angezogen“, so Baumann weiter.

So gewann MAN beispielsweise jüngst zwei Lose für elektrisch angetriebene Zwei-Achs- und Drei-Achs-Lkw in Österreich. Auftraggeber ist ein Verband, zu dem zwölf Kommunalbetriebe gehören. In den nächsten vier Jahren resultiert daraus ein Auftragspotenzial von zehn bis 15 MAN eTrucks pro Jahr und maximal 45 Fahrzeugen insgesamt. Aufträge für die ersten fünf eTrucks – unter anderem für Müllsammelfahrzeuge – wurden bereits erteilt.

Die erste Sonderserie des eTruck, die in diesem Jahr produziert wird, ist bis auf wenige Restfahrzeuge fast ausverkauft. Ein großer Teil der Bestellanfragen und Bestellungen entfällt schon auf die Fahrzeuge, die in der Großserienproduktion ab 2025 im MAN-Werk München hergestellt werden sollen. Dazu wird das Unternehmen noch in diesem Sommer letzte Umrüstarbeiten an seinem Hauptstandort vornehmen, um das Werk zu „elektrifizieren“.

Den bislang größten Einzelauftrag erhielt MAN gerade von Frankreichs führendem Supermarkt-Spediteur Jacky Perrenot, der 100 eTrucks geordert hat. MAN erwartet einen sich weiter schnell entwickelnden Hochlauf der Elektromobilität und geht davon aus, dass bereits 2030 die Hälfte aller neuen in Europa ausgelieferten MAN-Trucks elektrisch betrieben sein wird.

MAN: Erster autonomer Lkw auf der Autobahn

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  • Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing und MAN-CEO Alexander Vlaskamp begleiten erste Fahrt eines autonomen Lkw in Deutschland
  • MAN Truck & Bus erhält als erster Nutzfahrzeughersteller eine Level-4-Erprobungsgenehmigung für die Autobahn
  • Autobahn GmbH erteilt Zustimmung für Testfahrten des autonomen MAN-Erprobungstrucks auf der A9
  • Rund 500 Ingenieurinnen und Ingenieure treiben bei MAN und der TRATON GROUP das autonome Fahren voran, über 133 Patente wurden bereits angemeldet
  • Fahrerloses Fahren hat das Potenzial, Ermüdungsunfälle zu vermeiden, Transportprozesse zu optimieren und dem Fehlen von schon jetzt rund 100.000 Lkw-Fahrern entgegenzuwirken

MAN hat als erster Nutzfahrzeughersteller einen autonomen Lkw auf die deutsche Autobahn geschickt. Mit an Bord des Erprobungstrucks, der rund zehn Kilometer auf der A9 zwischen den Anschlussstellen Allershausen und Fürholzen fuhr, waren Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing und MAN-CEO Alexander Vlaskamp.

MAN treibt die Entwicklung für den Einsatz autonomer Lkw in Logistik-Hubs sowie für den Hub-to-Hub Verkehr auf Autobahnen seit längerem intensiv voran und hat vor kurzem als erster Nutzfahrzeughersteller eine Level-4-Erprobungsgenehmigung auf Basis des Gesetzes zum autonomen Fahren auf deutschen Autobahnen erhalten.

Das Frachtvolumen und besonders Transporte zwischen Logistikhubs – wie beispielsweise den Lagern großer Online-Warenhäuser – wachsen stetig. Der Einsatz autonomer Lkw in diesem so genannten Hub-to-Hub-Verkehr ist hierfür besonders geeignet. Die Lkw fahren immer, sind maximal effizient im Verbrauch und sicher in ihrer Steuerung. Lenkzeitpausen entfallen, die Fahrzeuge lassen sich damit perfekt in eng getaktete Logistikabläufe integrieren. Der effiziente Einsatz autonomer Lkw kann perspektivisch so die Gesamtbetriebskosten um zehn bis 15 Prozent reduzieren. Auch den Fahrermangel kann die neue Technologie abmildern. Bereits heute fehlen allein in Deutschland bis zu 100.000 Lkw-Fahrer.

„Die erste Level-4-Erprobungsfahrt eines autonomen Trucks auf einer deutschen Autobahn beweist, dass Deutschland mit dem Gesetz zum autonomen Fahren die Spitzenposition in Europa eingenommen hat. Unser Ziel ist es, zum Leitmarkt für das automatisierte und vernetzte Fahren zu werden. Für die Logistik in Deutschland ist der heutige Tag ein Meilenstein. Das stetig zunehmende Transportaufkommen bei sich gleichzeitig zuspitzendem Fahrermangel ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Autonome Lkw können dazu beitragen, die Situation zu entschärfen. Außerdem bietet die intelligente Vernetzung des Gütertransports die Chance, den Umschlag von der Straße auf die Schiene effizienter zu machen und damit den klimafreundlichen kombinierten Verkehr zu stärken“, so Dr. Volker Wissing, Bundesminister für Digitales und Verkehr.